Jugendkonzert - We are ONE

21.02.2017

Am 19. Februar um 16 Uhr erreichte das Musikprojekt NEO seinen Höhepunkt: 600 Zuhörer kamen zu dem von den Bezirken Berlin-Brandenburg-Ost, -Nord und Eberswalde gestaltetem Jugendkonzert „We are ONE“ nach Berlin-Lichtenberg. Mehr als 80 Sänger und Instrumentalisten füllten den Nachmittag mit einem abwechslungsreichen Programm.

Die Generalprobe ist gerade im vollem Gange als ein letzter Aufruf auf Facebook erscheint: „‘We are ONE‘ Generalprobe läuft. Und du hast noch genau 2 Stunden. Komm vorbei, lass dich begeistern!“ „Hallo erstmal“ tönt es dann kurz nach 16 Uhr aus den Lautsprecherboxen im Kirchenschiff. Moderatorin Julia begrüßt die Zuhörer und führt kurz in das Konzert ein. Währenddessen stellt sich der gemischte Jugendchor, schwarz gekleidet mit farbigen Krawatten und Halstüchern vor dem Altar auf. Davor ein Piano, links ein digitales Schlagzeug - auf der rechten Seite die Instrumentalisten. So lässt sich die Vielfalt der Darbietungen leicht erahnen.

Der erste Titel des gemeinsamen Chors „Lobe den Herren“ von J. Neander ertönt mit einer kurzen Soloeinlage und setzt sich im Wechsel mit der bekannten klassischen Variante fort, später im Wechsel mit gospelartigen Elementen, die in einem kräftigen „Amen“ enden. Spätestens jetzt ist klar, das Konzert wird seinem Projekttitel gerecht: „NEO – griechisch für neu, jung frisch, außergewöhnlich, spritzig begeisternd…“ lautet die Beschreibung eines Zuhörenden auf einer Social Media Plattform. Der darauffolgende Titel „Herr, mein Leben, es sei dein“ bietet Zeit zum Nachdenken, eine ruhige, gediegene Bearbeitung, untermalt mit Klaviermusik und einer beinahe romantischen Prägung. Es folgen weitere Titel, die den ersten Teil des Konzerts ausmachen. Darunter sind Lieder wie „You are the light“, ein Bekenntnis an Gott vom Jugendchor BBRB-Ost oder „Ich bete an die Macht der Liebe“, mit dem der Bezirk Nord die Liebe Gottes in den Mittelpunkt rückt.

Als Metapher für Gemeinschaft und das „Eins sein“, bei dem der Einzelne dennoch individuell bleibt, leitete Julia das Rondo ein. „Viele Instrumente bilden viele Klänge, ergeben aber zusammen einen einheitlichen Klang“. Auch der Eberswalder Chor kommt mit den Titeln „Leite uns Herr“ und „Jauchzt Gott zu, mit lautem Jubel“ bei den Zuhörern an, zeigt der Applaus. Noch einmal meldet sich Julia zu Wort und spricht über den dritten und letzten Teil des Konzertes. „Wenn Egoismus das Eins sein gefährdet, wird es brenzlig“ und fährt fort, „Oft hört man, dass man alles besser könne oder es einem zu anstrengend sei, sollen es doch die Anderen machen.“ Wenn man aber Leid teile und die Arbeit gemeinsam bewältige, „dann kann man Jesus feiern, das macht Gemeinschaft aus. Wir sollten in die Welt tragen, dass wir uns bewusst sind, dass Jesus immer hilft“.

Der gemeinsame Jugendchor wendet sich dem Phänomen der „fehlenden“ Zeit zu: „Finde Zeit“ von Sigi Hänger. Das Lied führt die Zuhörer von der Feststellung „Viele Menschen haben keine Zeit für nichts“ und „Zu wenig investieren sie in ihr ewiges Leben“ zur mit gesetzten Pausen inszenierten Aufforderung „Finde Zeit für deine Seele“. Der Chor resümiert „Mach es so wie Jesus es tut, ohne Grenzen lieben.“

Mit „Let the sun shine in my soul“ leiten die Männerstimmen den englischsprachigen Gospel „Let my Light shine bright“ ein. Kraftvoll und einfordernd wiederholen die Sängerinnen und Sänger den Titel im Wechselgesang. Den krönenden Abschluss bildet „Praise his holy Name“ von Keith Hampton und dem Ausruf „Praise him“. Schließlich tosender Applaus, begeisterte Zuhörer und fröhlich entspannte Gesichter im Chor: Die Mühe hat sich wohl gelohnt. Oder wie Bezirksjugendleiter Frank Schröder kommentiert: „Wir können dankbar sein, dass die Jugendlichen sich Zeit genommen haben.“

 

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Rubrik: Jugendmusik, Bezirk Berlin-Brandenburg Ost, Bezirk Nord, Bezirk Eberswalde